Handelskaravane nach Belnend

Sonntag, 13. November 2016

Nach dem Remise mit der Sklavenkaravane ersannen die Arquana eine neue List um Bo ,den Kommandanten der Stadt Belnend, doch noch endlich in die Finger zu bekommen und sich an ihm zu rächen. Abend um Abend saßen sie am Feuer des Lagers und überlegten, wie sie es anstellen könnten. Es wurden Ideen diskutiert, verworfen und neue Ideen ausgebrütet. Dann wurde eine Idee zum Plan und der Plan zur Tat….

Nach einigen kleineren Vorbereitungen begaben sich die Mädels als Händlerinnen und Sklavinnen getarnt auf den Weg nach Belnend, um sich mit den Örtlichkeiten für ihren Plan vertraut zu machen. Auf einen Wagen packten sie Felle, Honig und ein Fass guten Paga aus Sammys Vorrat. Als kleiner Tross zogen dann Sira und Jola als Sklavinnen verkleidet mit Fortuna als Händlerin zu der Stadt im Südland los. Auf dem Weg nahmen sie noch Jon, einen brummigen Marodeur aus Talunaland, als männliche Reisebegleitung mit. Auf dem Weg zur Stadt lauerten einige Taluna in den Büschen, doch auf Grund des grimmig aussehenden Jon blieben diese in ihren Büschen hocken. Sie erreichten kuze Zeit später die Stadt ohne jedes Problem und mischten sich unter die Handelnden auf dem zentralen Platz. Nach kurzer Zeit wurde neben den Bürgern Belnends auch der Kommandant auf die neuen Händler aufmerksam und gesellte sich zu Ihnen. Fleißig handelten die Arquana ihre Waren und nahmen einiges für den Tribe Nützliches wieder mit. Unter anderem auch eine Bestellung über weitere 4 Fass Paga. Sie hatten nun einen guten Grund bald wieder zukommen, um weiter spionieren zu können….

Eine Hand später kamen die Arquana wieder nach Belnend, um die bestellten 4 Fass Paga zu liefern und weitere Informationen für die Umsetzung ihres heimtückischen Plans zu sammeln. Raven, eine Schwester, die sich auch mit Heilpflanzen auskannte, begleitete sie dieses mal. Wieder in der Stadt auf dem Marktplatz wurden sie schon von Bo, dem Kommandanten, erwartet. Wieder wurde gehandelt und….ausgekundschaftet. Die 4 Fass Paga und verschiedene Kräuter wechselten den Besitzer und wieder wurden Bestellungen gesammelt, um wieder einen Grund für eine Rückkehr nach Belnend zu haben. Auch dieses Mal flog ihre Verkleidung nicht auf und alle kehrten wohlbehalten ins Lager der Arquana zurück.

Nach Sondierung der Gesamtlage und der gesammelten Informationen entschieden sich die Arquana, dass sie in einer Hand die Falle für Bo stellen wollten. Die Bestellung, die sie erhalten hatten, beachteten sie daher gar nicht weiter. Stattdessen machten sich Jola und Fortuna unter Hochdruck an die Vorbereitungen für…ja, für was eigentlich. Sie bauten in einem Waldstück nahe der Stadt einen Hinterhalt auf. Sie legten Verstecke für die Schwestern an, präparierten Bäume für die Sperrung von Wegen und versteckten überall Waffen. Dann kam der große Tag und alle hofften, dass dieser am Abend erfolgreich sein würde.

Wieder bewegte sich die kleine Handelskaravane mit Raven, Jola, Sira, Qui und Fortuna mit zwei Wagen voll Waren in Richtung Stadt. Kurz vor der Brücke, die über den Fluss vor dem Tor führte, stoppten sie. Ein Baum lag quer über die Straße und versperrte den Weg. Nach mehreren Versuchen diesen beiseite zu räumen, entschieden sich die verkleideten Arquana dazu einen anderen Weg in die Stadt zu wählen. Als gerade die Wagen mit den ‚Handelswaren‘ von den Sklavinnen zum Umkehren gedreht wurden, sprangen einige Wilde aus den Büschen neben der Straße und griffen den überraschten Tross an. Nahja die First Bow der Arquana führte mit Zadi diesen Angriff auf die eigenen Schwestern. Schreie ertönten, Wagen stürzten um und gingen in Flammen auf, als die Jägerinnen zuschlugen. Währen sich Jola, Qui, Raven und Fortuna versuchten in Sicherheit zu bringen und hinter den Wagen in Deckung gingen, rannte Sira so schnell sie konnte zur nahen Stadt, um den Kriegern von dem Überfall zu berichten und diese um Hilfe zu bitten. Nachdem Sira noch schwer atmend erzählt hatte, was vorgefallen war, stellte Bo sofort einen Erkundungstrupp zusammen und ließ sich und seinen Männer von Sira zum Überfallort führen. Dort angekommen bot sich ihren ein Bild der Verwüstung und des Schreckens. Wagen brannten, überall lagen Fässer, Kisten und Waren herum. Und dazwischen die scheinbar leblosen Körper von Jola, Qui und Fortuna…und eine verzweifelte Raven, die sich versuchte um die Liegenden zu kümmern.

Nachdem die anrückenden Krieger die letzten Wilden vertrieben hatten, wurde auf einer nahen Lichtung ein Lager zur Versorgung der Verletzten eingerichtet. Routiniert bauten die Krieger unter Bos Kommando und unter Einsatz ihrer zahlreichen Sklavinnen ein Notlager auf. Verbandsmaterial wurde herbeigeschafft. Sklavinnen trugen die Verletzten zu den Behandlungsstätten und kümmerten sich um sie. Raven begann mit ihren überschaubaren Heilkünsten die verletzten Schwestern nun gezielt zu versorgen bis die Heilerin der Stadt mit der Sklavin, die sie holen sollte endlich eintraf. Alles lief nach Plan…

Damit sich die Heilerin nicht um die Wunden kümmern konnte schrien die Verletzten immer abwechselnd. Ein geübtes Auge hätte sicher gleich gesehen, dass das Blut nur roter Beerensaft ist und die scheinbar im Fleisch steckenden Pfeile nur Maskerade sind. Damit wäre alles aufgeflogen. Während die Verkleideten ihre Helfer vor Ort ablenkten, begann Nahja ihre Jägerinnen in den Verstecken, die rund um den Sammelplatz angelegt waren, zu platzieren. Die noch ahnungslosen Krieger der Stadt bemerkten nicht, wie sich die Schlinge langsam enger zog und kümmerten sich weiter um die Überfallenen. Einzig Bo schien etwas zu ahnen und befahl einem Vertrauten Achtsam zu sein. Dann zum Verabredeten Zeichen stürzten sich Nahjas Jägerinnen, wie hungrige Larls aus ihren Verstecken auf die Krieger. Schnell organisierten diese aber ihre Verteidigung und ein wilder Kampf entbrannte. Die Verkleideten sprangen ebenfalls, wie plötzlich durch ein Wunder geheilt, von ihren Lagern auf und rannten zu den Verstecken, um sich zu bewaffnen und am Kampf teilzunehmen. Nun hing der Erfolg nur noch von Geschicklichkeit im Waffenumgang (und Lagg) ab. Doch das Blatt wendete sich gegen die Arquana. Die Krieger schlugen den Überraschungsangriff zurück. Es kam zur Katastrophe…

Nach dem nach zähem Ringen auch die letzte Arquana geflohen war, wurden die Besiegten, Jola, Heaven, Zadi und Fortuna von den siegreichen Kriegern in die Stadt geführt und dort eingeschlossen. Während Heaven und Zadi in ein unterirdisches Verlies gebracht wurden, hatte man Jola und Fortuna in eine Zelle an einem Platz der Oberstadt eingesperrt. Nachdem diese bemerkten, dass sie endlich alleine waren, robbte Fortuna zu Jola und bat sie die Fesseln an ihren Handgelenken zu lösen. Nach einigem Gekaue hatte Jola diese durchgerieben und Fortuna half ihrer Schwester ebenfalls aus der Verschnürung. Dann schauten sie sich in der Zelle um und überlegten gemeinsam, wie sie aus dem Schlamassel wieder herauskommen könnten. Fortuna schlug vor eine Sklavin anzulocken, zu überrumpeln und dann durch die offene Zellentür zu fliehen. Wenn sie nur schnell genug liefen, dann könnten sie es schaffen durch das Stadttor zu entwischen. Jola spielte wieder den Lockvogel, legte sich auf den Boden und jammerte so laut sie konnte. Nach einer kurzen Weile kam eine Sklavin, um zu schauen, was der Lärm sollte. Fortuna versteckt sich im toten Winkel der Tür, um die Sklavin zu überwältigen, sobald diese die Zelle betrat. Doch leider kam die Sklavin nicht herein oder öffnete die Tür…sie hatte keinen Schlüssel. Den hatten nur die Krieger. Die Enttäuschung war so groß, wie das Gefühl ausgeliefert zu sein. Besonders Fortuna litt sichtlich darunter und Jola musste sie etwas trösten. Dann gab es doch noch einen kleinen Lichtblick. Lara, eine Ki’Kara, war ebenfalls Undercover in der Stadt. Sie konnte zwar die Tür nicht öffnen und die Arquana befreien, doch versorgte sie sie mit Essen und Trinken, damit sie bei Kräften blieben. Zum Abschluss steckte sie Jola und Fortuna noch je einen Dolch zu. Man wusste ja nie…

Nach einer ungemütlichen Nacht in der kargen Zelle wurde Fortuna wach. Jola war verschwunden und draußen in der Stadt schien sich irgendwas zusammenzubrauen. Stimmen riefen etwas, Metall klirrte, Schreie ertönten und Türen krachten laut in die Schlösser. Belnend wurde angegriffen? Während sie noch versuchte durch die Zellentür zu erkennen, was draußen um sie herum passierte, trat plötzlich ein dunkler Schatten in ihr Sichtfeld. Nun würde man sie auch holen, dachte sie noch, als eine vertraute Stimme sagte. „Ah, hier bist Du.“ sie schaute auf und erkannte Aya, ihre EN, in Begleitung vieler Jägerinnen der Arquana und der Pyrana. Die Kavallerie war gekommen und keine Sekunde zu früh. Die geflohenen Arquana hatten Hilfe geholt und waren zur Befreiung ihre gefangenen Schwestern zurückgelehrt. Nachdem die Zellentür aufgebrochen und Fortuna befreit war, durchsuchten die Jägerinnen die Stadt nach den noch vermissten Schwestern Heaven und Jola. Bo hatte sie in ein Kellerverließ verschleppt, um sie zu verhören. Niemand hätte dort ihre Schreie gehört. Nach einer Weile fand Nahja den Eingang und schon stürmten die Jägerinnen das Gewölbe. Eingesperrt in eine kleine Zelle fanden sie Heaven, die unverletzt war. Auch Jola, in einer anderen Zelle an einen Pfahl gebunden, war unversehrt. Froh sie gefunden zu haben, befreiten die Arquana die beiden denn schon mahnte Nahja zur Eile. Es konnten jederzeit Krieger der Stadt eintreffen und die Rettungsaktion beenden. Von Bo fand man allerdings gerade keine Spur, doch waren sich alle einig, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein sollte, dass die Arquana ihrem Erzfeind nachstellten.


Nachdem alle wohlbehalten in die Sicherheit des Lagers in Ardeur zurückgekehrt waren, wurden die Wunden geleckt, doch alle waren froh, dass nicht mehr passiert war und alle doch mit dem Schrecken im Nacken wieder zu Hause waren. Dieses Abenteuer war damit zu Ende, aber es würde sicher ein Nächstes geben, das wussten schon jetzt alle an diesem Abend…

Text: Fortuna
Bilder: Fortuna