Die Wurzel der Alraune - wie es weitergeht

Donnerstag, 9. Juni 2016

Sulu berichtete weiter:

Am nächsten Tag beschloss Sulu den Stamm der Aak aufzusuchen. Die Aak's leben auch im Talunaland, und sind ein neuer aber sehr reger Stamm. Die EN der Aak's, genannt Ki Moon, ist eine strenge aber gerechte Anführerin ihres Stammes. Bei dieser Reise bot sich Fortuna, eine Schwester der Arquana, an Sulu zu begleiten. Als sie am Lager der Aak ankamen war nur Ki Moon am
Lagerfeuer, die anderen Jägerinnen waren noch auf der Jagd. Ki Moon begrüßte die Schwestern der Arquana durchaus freundlich. Man setzte sich an das Feuer und beredete dieses und jenes. Leider wusste auch Ki Moon nichts von der Pflanze Alraune, vermutete sie aber etwas weiter nördlich. Obwohl die Sonne noch recht hoch am Himmel stand, kamen nun die Jägerinnen der Aak nach Hause, offensichtlich hatten sie gute Beute gemacht und brachten wilde Vulos und andere Jagdbeute mit. Ki Moon redete über ihre große Sorge: Sklavenjäger aus Jorts Fähre durchstreifen nun öfter den Wald. Angeblich hatten sie geschworen alle Taluna einzufangen. Fortuna brachte die Idee ein ob man sich nicht an Jorts Fähre rächen könnte, aber alle Jägerinnen der Aak's winkten hier ab. Es wäre zu gut befestigt und mit vielen Männern besetzt. Trotzdem versprach Fortuna das sie Jorts Fähre einmal heimlich erkunden würde. Langsam mussten sich Fortuna und Sulu auf den Heimweg machen. Während sie fast lautlos durch den Urwald huschten, vernahmen sie aus weiter Ferne das Gerufe und den Krach, den wohl einige Sklavenjäger verursachten. Letztlich waren sie froh, dass sie wieder gesund ins Arquana Lager ankamen.
Auch Ina hatte sich Gedanken gemacht, wie man die Wurzel der Alraune finden könnte, hier ihr Bericht:

Vor zwei Fingern wollte Ina ihren Bogen neu bespannen. Sie suchte sich eine ruhige Ecke aus, setzte sich auf einen Baumstumpf und ging sorgfältig zu Werke. Sulus Erzählung von der wundersamen Wurzel der Alraune ging ihr einfach nicht aus dem Kopf.
Irgendwann, vor vielen Monden, hatte sie mal ein Stück einer ähnlichen Wurzel gesehen. Sie versuchte sich zu erinnern; sie nahm die Karte  von Gor aus ihrem Beutel und breitete sie vor sich auf den Boden aus. Sie, besah sich die Markierungen, die sie nach jeder Reise auf der Karte machte. Mit dem Finger fuhr sie einige Routen nach und erinnerte sich dabei an eine Schamanin aus dem Norden.
Von ihr hatte sie damals, als sie nach einer langen Schiffsreise wegen Magenkrämpfen sich kaum noch auf den Beinen halten konnte, eine besondere Medizin bekommen. Damals nahm die Schamanin für die Zubereitung aus einem schön verzierten Kästchen eine Art Wurzel und murmelte dabei einige unverständliche Worte.
Als wäre es gestern gewesen, erinnerte Ina sich noch genau, wie sie ein wenig von dem Wurzelstück abschabte und mit etwas Paga in einem Becher vermischte. Ein kleiner Schluck genügte damals, um Ina  von ihrem Leiden zu kurieren.

Ina nickt vor sich hin, hält den halbfertig bespannten Bogen noch zwischen den Beinen. Sie murmelt leise: Da muss ich wieder hin. Mit geübten Griffen hat sie dann den Bogen schnell fertig bespannt, wirft noch einmal einen Blick auf die Karte und schaut sich um nach dem Weg zum Hafen.
Ihr Entschluss ist gefasst: Sie nimmt ein paar Kupfertarsk und legt sie für die Reise in den  Beutel, überprüft ihren Vorrat an Trockenfleisch und macht sich fertig für eine längere Seereise. Am Hafen begegnet sie Dyani, die sie schon von weitem hat kommen sehen. War es Zufall, dass sie sich grade hier trafen? Oder eine Vorausahnung? Sie hatten schon viele Fahrten und Wanderungen gemeinsam gemacht und ein Gespür dafür entwickelt, was die jeweils andere grade bewegte. Ina erzählt kurz ihr damaliges Erlebnis mit der Schamanin und ihr Vorhaben, sie wiederzufinden, um etwa über diese seltsame Wurzel zu erfahren.
Dyani ist sofort Feuer und Flamme, das Abenteuer gemeinsam anzugehen.
Sie besteigen das nächstbeste Schiff, das sie nach einem Zwischenstopp nach Tamarkan bringen soll. Dort hatte Ina damals die Schamanin getroffen. Die Überfahrt vergeht sehr schnell, angefüllt mit Gesprächen und Phantasien darüber, woher die Schamanin wohl diese Wurzel hatte und was es wohl mit ihr auf sich hat. Die Sonne versinkt schon fast im Meer, als der Hafen in Sicht kommt. Ina freut sich sehr, die Schamanin wiederzusehen und mit ihr sprechen zu können.

Was aber war das? An der Stelle, wo damals das Lager gestanden hatte, ist nichts mehr. Ein paar vergammelte Balken und Zaunlatten, überall Disteln, Spinnweben, andere seltsam aussehende Pflanzen.  Die beiden Jägerinnen suchen erst mit Vorsicht die Umgebung ab, um nicht von Unliebsamen überrascht zu werden. Aber niemand ist zu sehen. Dann stehen sie etwas ratlos da, betrachten den Ort der früheren Feuerstelle, sehen noch die die Löcher im Boden, wo früher Zeltstangen gestanden haben. Was ist hier wohl passiert?

Da es schon dunkel wird, schauen sich beide nach einem sicheren Schlafort um und finden in der Nähe eine etwas versteckte Höhle. Dort lassen sie sich nieder und verrammeln den Eingang gegen wilde Tiere. Nach einem kurzen Nachtschmaus geben sie sich einen Gutenachkuss, wickeln sich dann in ihre mitgebrachten Felle und schlummern sofort ein, denn der Tag mit der Seefahrt war ziemlich anstrengend.

Einen Tag später berichtet Sue der SE Sammy von den Misserfolgen bei der Suche, und das sie nun versuchen würde im Norden weiterzusuchen. Sammy bot sich an, die Reise in den Norden mitzumachen. Das Ziel das sie sich ausgesucht hatten war der Stamm der Arder. Ein Stamm der früher im Süden beheimatet war, aber sich nach vielen Kämpfen, in den Norden zurückgezogen hatte. Sammy nahm noch die Kajira Sira mit, damit diese helfen konnte die Ausrüstung und die Lebensmittel zu tragen. Sammy vergaß auch nicht eine Nachricht für die anderen Schwestern des Stammes zu hinterlassen, damit im Notfall ein Suchtrupp hinterhergeschickt werden konnte. 

Die Reise in den Norden war lang und beschwerlich. Trotz aller Beschwernisse erreichten sie aber das Lager der Arder. Auch die Arder waren freundlich gesinnt und wohl voller Ungeduld Neuigkeiten auszutauschen. Aber leider wussten auch die Arder nichts von der Wurzel Alraune, zumal die Schamanin der Arder sich auf eine lange Reise befand. Während des Gespräches kamen noch Ina und Fortuna von den Arquana im Lager der Arder an. Diese hatten sich Sorgen gemacht und wollten helfen den Rückweg zu sichern. Fortuna konnte mit einer interessanten Neuigkeit aufwarten. Sie hatte in einem Dorf im Norden mit einem Heiler sprechen können.  Dieser hatte ihr  versichert das die Meisterin der Kaste der dortigen Heiler wohl mehr über die Wurzel wusste.

(Textbeiträge von den Beteiligten)

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