Die Wurzel der Alraune - Neuigkeiten tun sich auf

Donnerstag, 9. Juni 2016

Es war schon etwas unbefriedigend, fanden die Schwestern der Arquanas am abendlichen Feuer, dass die Wurzel der Alraune immer noch nicht gefunden war. Doch eine der Schwestern hatte die Idee, doch noch im Südland auf die Suche zu gehen und so verabredeten sich alle zu einer Reise dahin.

Am Hafen angekommen stand die Wahl Südland oder Belnend. Sammy meinte "Südland - die alten Männer in Belnend lassen wir - vorerst - in Ruhe." Alle liefen der Scout Jola, die den Weg gut kannte hinterher. Ständig kamen wir an Kreuzungen mit Wegweisern und mussten uns neu orientieren. Nahja schlug vor, am besten in die Berge zu gehen, da unten kaum jemand anzutreffen war. So schlugen wir uns durch mühsam durch den Dschungel und kamen plötzlich an einem kleinen Lager an. Großes Rätselraten, ob das Lager besetzt war. Das Tor lies sich nicht aufdrücken, also wurde überlegt, ob man nicht über die Pallisaden klettern sollte, um im Inneren des Lagers nach Beute zu suchen.

Plötzlich ertönte über uns eine laute Stimme "Habt ihr euch verirrt, oder so?" und ein Bogen richtete sich auf uns. Jola bekam grad noch die Kurve: "Hm eigentlich nicht, wir sind durstig und wollten euch besuchen." Die fremde Jägerin kam  zum Tor und zog es auf. Freundlich lud sie die Arquanas ein, am Feuer Platz zu nehmen. Es gab für alle etwas zu trinken und wir bewunderten das kleine, aber sehr schöne Camp der Wakandas.

Sammy erklärte, dass sie hörte, es haben sich neue Siedler, die Handel betreiben, niedergelassen. Arni bestätigte, dass es eine Schnapsbrennerei gibt, die wohl eine Taverne sein soll. Das Fass Met, dass sie uns hinstellte, sei übrigens dort gefunden und mitgenommen worden. Während sich die Jägerinnen noch über die Schnapsbrennerei austauschten gesellte sich die Shamanin der Wakandas, Saskia, dazu.

Sammy nahm das sofort zum Anlass, sie über ihr Wissen zur Alraune auszufragen. Erstaunt wollte die Shamanin wissen, was wir mit Mandragoras wollen und Sammy erklärte, dass die Shamanin der Arquanas diese suche und sich derzeit deshalb auch auf einer längeren Reise befindet.

Saskia teilte mit, dass sie Stellen kenne, wo man die Alraune findet, jedoch seien diese Stellen nicht ganz ungefährlich. Eine Stelle, wo sie sicher wächst, liegt in den roten Bergen, den Voltai, aber das Land da sei wirklich gefährlich. Sie selbst nutze sie für die Herstellung von Grift und für ein sehr potentes Schmerzmittel. Aber sie warnte auch, dass der Umgang mit der Alraune gefährlich sei und nicht in die Hände hitzköpfiger Jägerinnen gehöre.

Sammy beschloss, die Shamanin der Arquanas sofort nach deren Rückkehr von ihrer Reise über die aktuelle Situation bei der Suche zu informieren und vereinbarte mit Saskia, dass man dann zurückkommen werde, um die Reise zur Fundstelle der Alraune vorzubereiten.

Anschließend versuchten die Arquanas noch die Schnapsbrennerei zu finden - ein etwas abenteuerliches Unternehmen, bei dem zunächste Kanus geklaut  und die Reise über Wasser fortgesetzt wurde. Schließlich fand man das gesuchte und deckte sich mit genügend Fässern ein. Das die Schnapsbrenner dumm sind und das nicht merken, wie die Wakandas gesagt hatten, stimmte. Wir zogen mit reicher Beute nach Hause.

Die Wurzel der Alraune - immer noch kein Erfolg bei der Suche

Fortuna unternahm alleine Streifzügen durch den Jungel des Südens, um Hinweise über die mystische Alraune zu finden. Nachdem sie sich lange durch das Dickicht geschlagen hatte, erreichte Sie ein kleines Dorf namens Korat. Sie wurde von den Einwohnern freundlich begrüßt. Die Reise hatte sie viel Kraft gekostet und sie war sehr erschöpft. Der Heiler des Dorfs, Adoro Windstar, päppelte sie wieder auf. Als er hörte, dass Sie nach der Alraune suchte, wurde er hellhörig und versprach sich kundig zu machen und sich zu melden.

Während des Besuchs bei den Sa Me Arder erzählte sie ihren Schwestern von ihrer Entdeckung. Gemeinsam beschlossen sie der Spur neben den vielen anderen nachzugehen.

Wie es der Zufall wollte meldete sich der Heiler aus Korat am nächsten Tag. Um zu hören, was er herausgefunden hat, luden die Schwestern ihn zu sich ein. Da sie ihm aber nicht völlig vertrauen wollten, obwohl er der grünen Kaste angehört, sollte das Gespräch vor dem Camp im Wald stattfinden. Als er ankam holte Fortuna ihn vom Dock ab und führte ihn, wie geplant, vor das Tor des Camps.

Sammy kam zur Begrüßung dazu, während die anderen hinter den Palisaden ihre Pfeile auf ihn richteten. Eine gespannte Atmosphäre entstand. Durch die freundlichen Begrüßungen von beiden Seiten entspannte sich die Situation allerdings wieder sehr schnell. Nachdem der offizielle Teil erledigt war, bat Sammy Fortuna das Gespräch in der Sprache des Heilers weiterzuführen.

In lockerem Plauderton erzählte der Mann, dass die Alraune in seiner Sprache 'Mandragora' oder  'Mandrake' heißt. Es handelt sich um eine sehr alte Pflanze, die nach seiner Recherche auch über betäubende Wirkung in kleinen Mengen verfügt. Er habe gehört, dass die Alraune die Form eines Menschen hat. Möglicherweise meinte er, dass sie sich in einen Menschen verwandelt, wenn man etwas von seinem Blut auf sie träufelt. Durch die Sprachbarriere wurde es von Fortuna vielleicht auch nur falsch verstanden. Zum Schluss erzählte er, dass die Alraune beim Ausreißen der Wurzel einen gewaltigen, ohrenbetäubenden Schrei ausstoßen soll, der jeden in der Nähe taub werden lässt.

Nach all diesen neuen Informationen, plauderten beide noch darüber, dass man auch miteinander handeln könne oder darüber, dass Kranke jederzeit bei dem Heiler in Korat willkommen seien. Im Laufe dieser Plauderei erreichten sie wieder die Docks und Adoro versprach zum Abschied, sich wieder zu melden, wenn er noch mehr erfahren würde, was uns bei unserer Suche helfen könnte. Auch versprach er noch einmal die Meisterin seiner Kaste zu befragen, um zu helfen. Mal sehen, wie es hier weitergeht und wann Adoro wieder einen Herlit mit Neuigkeiten schickt.

Die Wurzel der Alraune - wie es weitergeht

Sulu berichtete weiter:

Am nächsten Tag beschloss Sulu den Stamm der Aak aufzusuchen. Die Aak's leben auch im Talunaland, und sind ein neuer aber sehr reger Stamm. Die EN der Aak's, genannt Ki Moon, ist eine strenge aber gerechte Anführerin ihres Stammes. Bei dieser Reise bot sich Fortuna, eine Schwester der Arquana, an Sulu zu begleiten. Als sie am Lager der Aak ankamen war nur Ki Moon am
Lagerfeuer, die anderen Jägerinnen waren noch auf der Jagd. Ki Moon begrüßte die Schwestern der Arquana durchaus freundlich. Man setzte sich an das Feuer und beredete dieses und jenes. Leider wusste auch Ki Moon nichts von der Pflanze Alraune, vermutete sie aber etwas weiter nördlich. Obwohl die Sonne noch recht hoch am Himmel stand, kamen nun die Jägerinnen der Aak nach Hause, offensichtlich hatten sie gute Beute gemacht und brachten wilde Vulos und andere Jagdbeute mit. Ki Moon redete über ihre große Sorge: Sklavenjäger aus Jorts Fähre durchstreifen nun öfter den Wald. Angeblich hatten sie geschworen alle Taluna einzufangen. Fortuna brachte die Idee ein ob man sich nicht an Jorts Fähre rächen könnte, aber alle Jägerinnen der Aak's winkten hier ab. Es wäre zu gut befestigt und mit vielen Männern besetzt. Trotzdem versprach Fortuna das sie Jorts Fähre einmal heimlich erkunden würde. Langsam mussten sich Fortuna und Sulu auf den Heimweg machen. Während sie fast lautlos durch den Urwald huschten, vernahmen sie aus weiter Ferne das Gerufe und den Krach, den wohl einige Sklavenjäger verursachten. Letztlich waren sie froh, dass sie wieder gesund ins Arquana Lager ankamen.
Auch Ina hatte sich Gedanken gemacht, wie man die Wurzel der Alraune finden könnte, hier ihr Bericht:

Vor zwei Fingern wollte Ina ihren Bogen neu bespannen. Sie suchte sich eine ruhige Ecke aus, setzte sich auf einen Baumstumpf und ging sorgfältig zu Werke. Sulus Erzählung von der wundersamen Wurzel der Alraune ging ihr einfach nicht aus dem Kopf.
Irgendwann, vor vielen Monden, hatte sie mal ein Stück einer ähnlichen Wurzel gesehen. Sie versuchte sich zu erinnern; sie nahm die Karte  von Gor aus ihrem Beutel und breitete sie vor sich auf den Boden aus. Sie, besah sich die Markierungen, die sie nach jeder Reise auf der Karte machte. Mit dem Finger fuhr sie einige Routen nach und erinnerte sich dabei an eine Schamanin aus dem Norden.
Von ihr hatte sie damals, als sie nach einer langen Schiffsreise wegen Magenkrämpfen sich kaum noch auf den Beinen halten konnte, eine besondere Medizin bekommen. Damals nahm die Schamanin für die Zubereitung aus einem schön verzierten Kästchen eine Art Wurzel und murmelte dabei einige unverständliche Worte.
Als wäre es gestern gewesen, erinnerte Ina sich noch genau, wie sie ein wenig von dem Wurzelstück abschabte und mit etwas Paga in einem Becher vermischte. Ein kleiner Schluck genügte damals, um Ina  von ihrem Leiden zu kurieren.

Ina nickt vor sich hin, hält den halbfertig bespannten Bogen noch zwischen den Beinen. Sie murmelt leise: Da muss ich wieder hin. Mit geübten Griffen hat sie dann den Bogen schnell fertig bespannt, wirft noch einmal einen Blick auf die Karte und schaut sich um nach dem Weg zum Hafen.
Ihr Entschluss ist gefasst: Sie nimmt ein paar Kupfertarsk und legt sie für die Reise in den  Beutel, überprüft ihren Vorrat an Trockenfleisch und macht sich fertig für eine längere Seereise. Am Hafen begegnet sie Dyani, die sie schon von weitem hat kommen sehen. War es Zufall, dass sie sich grade hier trafen? Oder eine Vorausahnung? Sie hatten schon viele Fahrten und Wanderungen gemeinsam gemacht und ein Gespür dafür entwickelt, was die jeweils andere grade bewegte. Ina erzählt kurz ihr damaliges Erlebnis mit der Schamanin und ihr Vorhaben, sie wiederzufinden, um etwa über diese seltsame Wurzel zu erfahren.
Dyani ist sofort Feuer und Flamme, das Abenteuer gemeinsam anzugehen.
Sie besteigen das nächstbeste Schiff, das sie nach einem Zwischenstopp nach Tamarkan bringen soll. Dort hatte Ina damals die Schamanin getroffen. Die Überfahrt vergeht sehr schnell, angefüllt mit Gesprächen und Phantasien darüber, woher die Schamanin wohl diese Wurzel hatte und was es wohl mit ihr auf sich hat. Die Sonne versinkt schon fast im Meer, als der Hafen in Sicht kommt. Ina freut sich sehr, die Schamanin wiederzusehen und mit ihr sprechen zu können.

Was aber war das? An der Stelle, wo damals das Lager gestanden hatte, ist nichts mehr. Ein paar vergammelte Balken und Zaunlatten, überall Disteln, Spinnweben, andere seltsam aussehende Pflanzen.  Die beiden Jägerinnen suchen erst mit Vorsicht die Umgebung ab, um nicht von Unliebsamen überrascht zu werden. Aber niemand ist zu sehen. Dann stehen sie etwas ratlos da, betrachten den Ort der früheren Feuerstelle, sehen noch die die Löcher im Boden, wo früher Zeltstangen gestanden haben. Was ist hier wohl passiert?

Da es schon dunkel wird, schauen sich beide nach einem sicheren Schlafort um und finden in der Nähe eine etwas versteckte Höhle. Dort lassen sie sich nieder und verrammeln den Eingang gegen wilde Tiere. Nach einem kurzen Nachtschmaus geben sie sich einen Gutenachkuss, wickeln sich dann in ihre mitgebrachten Felle und schlummern sofort ein, denn der Tag mit der Seefahrt war ziemlich anstrengend.

Einen Tag später berichtet Sue der SE Sammy von den Misserfolgen bei der Suche, und das sie nun versuchen würde im Norden weiterzusuchen. Sammy bot sich an, die Reise in den Norden mitzumachen. Das Ziel das sie sich ausgesucht hatten war der Stamm der Arder. Ein Stamm der früher im Süden beheimatet war, aber sich nach vielen Kämpfen, in den Norden zurückgezogen hatte. Sammy nahm noch die Kajira Sira mit, damit diese helfen konnte die Ausrüstung und die Lebensmittel zu tragen. Sammy vergaß auch nicht eine Nachricht für die anderen Schwestern des Stammes zu hinterlassen, damit im Notfall ein Suchtrupp hinterhergeschickt werden konnte. 

Die Reise in den Norden war lang und beschwerlich. Trotz aller Beschwernisse erreichten sie aber das Lager der Arder. Auch die Arder waren freundlich gesinnt und wohl voller Ungeduld Neuigkeiten auszutauschen. Aber leider wussten auch die Arder nichts von der Wurzel Alraune, zumal die Schamanin der Arder sich auf eine lange Reise befand. Während des Gespräches kamen noch Ina und Fortuna von den Arquana im Lager der Arder an. Diese hatten sich Sorgen gemacht und wollten helfen den Rückweg zu sichern. Fortuna konnte mit einer interessanten Neuigkeit aufwarten. Sie hatte in einem Dorf im Norden mit einem Heiler sprechen können.  Dieser hatte ihr  versichert das die Meisterin der Kaste der dortigen Heiler wohl mehr über die Wurzel wusste.

(Textbeiträge von den Beteiligten)